Meta verkauft über 7 Millionen Smart Glasses in einem Jahr
Die Partnerschaft zwischen Meta und dem Brillenhersteller EssilorLuxottica zahlt sich aus: Im vergangenen Jahr wurden weltweit über sieben Millionen Smart Glasses verkauft. Das geht aus dem Jahresbericht von EssilorLuxottica hervor.
Absatz mehr als verdreifacht
Vor einem Jahr meldete das Unternehmen noch zwei Millionen verkaufte Einheiten – der Absatz hat sich also mehr als verdreifacht. EssilorLuxottica stuft Smart Glasses inzwischen als «neues Kerngeschäft» ein: Die Kategorie macht ein Drittel des gesamten Umsatzwachstums aus.
Produktion soll auf 30 Millionen steigen
Die Nachfrage übersteigt derzeit das Angebot. Bloomberg berichtete Anfang des Jahres, dass Meta und EssilorLuxottica die Produktionskapazität auf 20 bis 30 Millionen Einheiten jährlich ausbauen wollen. Metas Technikchef Andrew Bosworth bestätigte die Pläne, nannte aber keine konkreten Zahlen.
Die Ray-Ban Meta ist in der Schweiz ab 329 Franken erhältlich. Das neue Modell mit integriertem Display bleibt vorerst den USA vorbehalten – der Europa-Start verzögert sich wegen der aufwendigen Display-Fertigung.
Vier neue Modelle in einem Jahr
Der Verkaufssprung hängt mit der Produktoffensive 2025 zusammen: Im Sommer kam die Oakley Meta HSTN, im Herbst folgten die zweite Generation der Ray-Ban Meta, die Oakley Meta Vanguard und die Ray-Ban Display. Für 2026 hat Bosworth weitere Modelle angekündigt.
Google und Apple wollen aufholen
Meta hat sich einen Vorsprung erarbeitet, doch die Konkurrenz rüstet auf: Google will 2026 eigene Smart Glasses mit Android XR auf den Markt bringen, als Partner sind Warby Parker und Gentle Monster an Bord. Auch Apple arbeitet laut Bloomberg an einer smarten Brille – Marktstart soll 2027 sein.
Einordnung
Sieben Millionen verkaufte Brillen klingen bescheiden – Apple setzt jährlich rund 50 Millionen Apple Watches ab. Doch Smart Glasses sind eine junge Kategorie, und Meta hat mit der Ray-Ban-Kooperation einen klugen Schachzug gemacht: Die Brillen sehen aus wie klassische Ray-Bans, nicht wie Science-Fiction-Requisiten. Das senkt die Hemmschwelle für Käufer erheblich. Sobald das Display-Modell in ausreichender Stückzahl nach Europa kommt, dürfte der Markt weiter an Fahrt gewinnen.